Sehenswürdigkeiten in Bayreuth 
Sehenswürdigkeiten in Bayreuth

Sehenswürdigkeiten in Bayreuth


Schloss Fantaisie

Das Schloss Fantaisie befindet sich westlich von Bayreuth. Gebaut wurde es um 1760 herum als Sommerresidenz für die Markgrafen von Brandenburg- Bayreuth. Die Ideen für die Gestaltung sammelte das Paar bei ihrer Reise durch Italien. Sowohl der Markgraf, als auch seine Frau konnten die Fertigstellung nicht mehr miterleben. Die Tochter, Prinzessin Friedericke, erbte nach dem Tod Ihres Vaters das Anwesen. Von ihr bekam es auch den wunderschönen Namen Fantaisie. Bis zu ihrem Tod 1780 nutzte Sie das Schloss als Sommerresidenz. Die Schönheit der Prinzessin erlangte weltweiten Ruhm. Casanova beschrieb sie einst als die Schönste aller deutschen Prinzessinnen. Galerien mit Ölgemälden, vergoldete Musikzimmer und das Porzellankabinett schmückten zu seiner Zeit das Innere. 1793 wurde das Schloss grundlegend renoviert. So wurden nicht nur die Räume neu gestaltet, sondern auch die Wasserspiele wieder in Stand gesetzt. Neu gebaut wurden die Kaskade, die Grotte, die Friedenssäule, die Katakombe und einiges mehr. Damals bot das Schloss den französischen Emigranten Zuflucht. 1828 verwaltete der Herzog von Württemberg den Besitz. Über ein halbes Jahrhundert kümmerte er sich liebevoll und auch bei der Bevölkerung war er begehrt. Er war es auch, der die bauliche Erhöhung des Schlosses veranlasste und den Garten mit seltenen Pflanzen und Bäumen verschönerte. Das noch heute existierende Hotel lies er ebenfalls erbauen. Ebenso wurden die beiden Türmchen neu errichtet. Nach seiner Zeit wechselte das Schloss oft den Besitzer. Im zweiten Weltkrieg wurde hier eine schulische Lehranstalt eingerichtet. Leider verlor es in dieser Zeit durch massive Umbauten seinen Charme. 1988 wurde ein Förderverein ins Leben gerufen, welcher sich damit befasste, das Schloss vor dem Verfall zu bewahren. Heute besteht wieder die Möglichkeit das schöne Schloss und den Garten zu besichtigen.


Deutsches Freimaurer Museum

Die Freimaurer sind noch immer mit einem gewissen Mythos behaftet. Sie hat ihren Ursprung in der Steinmetzzunft und basiert auf der Arbeit, den Sitten und Bräuchen der Handwerkskunst. Bereits 1849 erwarben Mitglieder der Freimaurerloge ein Logenhaus in Bayreuth. 1902 entsteht hier ein Museum, dessen Bestand mit der Zeit erweitert werden konnte, allerdings fehlte anfangs noch eine systematische Ordnung. 1933 schlossen die Nationalsozialisten das Museum und räumten es aus. Der Bestand wird nach Berlin gebracht, von wo er später im Osten verstreut wird. Dabei gingen viele Medaillen, Gemälde, Gläser, Siegel und Abzeichen verloren. Nach Kriegsende bemühten sich die Mitglieder um eine Wiedereröffnung und es gelang die Eröffnung einer umfangreichen Bibliothek mit Werken auch anderer Logen. In den 1980er Jahren gab es Pläne zur Umgestaltung und das Museum arbeitete mit der Universitätsbibliothek in Poznan, Polen, zusammen. Die Wiedereröffnung folgte 1986. Seit 1997 ist das Museum auch im Internet präsent, außerdem erschien zum 100-jährigen Jubiläum 2002 eine Sondermarke der Deutschen Post. Besucher können sich einen Überblick über die Freimaurer in Deutschland, ihre Arbeit und ihre Geschichte verschaffen. Spannende Anekdoten, wertvolle Urkunden und viele weitere Exponate bringen den Gästen die freimaurerische Tradition nahe. Natürlich dürfen dabei auch Werkzeuge der Steinmetzkunst nicht fehlen. Auch in der Präsenzbibliothek finden Interessierte interessante Details zu den Freimaurern, etwa ihren prominenten Mitgliedern. Dazu zählen Friedrich II. von Preußen, der Schriftsteller Arthur Conan Doyle, der Verleger Philipp Anton Reclam oder auch der Arzt Alexander Fleming oder der Musiker Louis Armstrong. Gerade Musiker, Schriftsteller und Maler haben in ihren Werken zur Popularität der Freimaurerei beigetragen. Das machen auch die wechselnden Sonderschauen deutlich, denn das Freimaurermuseum gehört zu den interessantesten Spezialmuseen im Bereich der Musik, Literatur und der Geistesgeschichte.


Festspielhaus

Wer Wagners Musik liebt, für den ist der Besuch der alljährlichen Wagner-Festspiele auf im Bayreuther Festspielhaus auf dem Grünen Hügel ein Pflichttermin. Besucher aus aller Welt pilgern jedes Jahr zu den Vorstellungen während der Festspiele. Das Festspielhaus zählt mit seiner Architektur und seiner hervorragenden Akustik zu den größten Opernbühnen der Welt. Das Haus wurde 1872 von Richard Wagner in Auftrag gegeben, um hier seine Werke aufführen zu lassen. 1876 war es soweit, die erste vollständige Aufführung des Ring der Nibelungen feierte Premiere. Die weltberühmte Akustik kommt durch die Holzverkleidung im Innenraum zustande und liegt auch daran, dass es keine Logen an den Seiten gibt. Außerdem sind die Sitze nicht gepolstert, was zwar unbequem für die Zuhörer, aber für den Klang sehr förderlich ist. Wagner beauftragte seinen Freund und bekannten Architekten Gottfried Semper mit den Bauplänen, das Festspielhaus sollte zunächst in München gebaut werden. Doch Wagner musste München verlassen, und so entstand später in Bayreuth das Festspielhaus nach Plänen von Otto Brückwald, wobei Sempers Ideen mit einflossen. Nach der feierlichen Eröffnung 1876 wurde das Festspielhaus im Zweiten Weltkrieg beschlagnahmt, jedoch nicht zerstört. Nach Kriegsende fanden hier wieder Vorstellungen statt. Heute trägt die Richard-Wagner-Stiftung die Spielstätte, um die Festspiele zu veranstalten. Nach dem Tod des Geschäftsführers Wolfgang Wagner 2008 übernehmen die Töchter Eva und Katharina heute die Geschäfte. Das Festspielhaus verfügt nicht über ein festes Ensemble und wird für Vorstellungen von Ende Juli bis Ende August eines Jahres genutzt.


Neue Schloss

Das „Neue Schloss“ in der fränkischen Stadt Bayreuth zählt durchaus zu den wichtigsten Bauwerken der deutschen Architektur im 18. Jahrhundert. Bereits 1604 wurde Bayreuth Residenzstadt des Fürstentums. Nachdem das „Alte Schloss“ Anfang 1753 abgebrannt war, ließ Friedrich III. Markgraf von Brandenburg-Bayreuth zusammen mit seiner Frau Wilhelmine von Preußen im gleichen Jahr das „Neue Schloss“ erbauen. Joseph Saint-Pierre, damals Hofbaumeister, war bereits für das einige Jahre vorher erstellte Opernhauses verantwortlich und wurde nun mit dieses Projekt beauftragt.

Das Gebäude wirkt in manchen Teilen etwas merkwürdig, was darauf zurückzuführen ist, dass bereits mehrere Gebäude bzw. im Rohbau befindliche Bauten auf dem vorgesehenen Platz standen, und diese in den neuen Bau integriert wurden. Die Ausstattung des Gebäudes wird als das bekannte „Bayreuther Rokoko“ bezeichnet, und kann zum Beispiel in den sehr interessanten Räumen, wie dem Festsaal und dem Palmenzimmer bestaunt werden.

Sehr sehenswert ist auch der Hofgarten. Bereits im 16. Jahrhundert befand sich auf diesem Gelände ein Nutzgarten. Im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte wurde er allerdings immer wieder umgestaltet. Die heute teilweise wieder aufgebaute barocke Gestaltung wurde 1789 entfernt und musste einer englischen Ausgestaltung weichen. Den etwa 13 ha großen Garten zieren zahlreichen Statuen die von der Bildhauerfamilie Räntz erstellt wurden.

Heute befindet sich neben einer beeindruckenden Gemäldegalerie mit Werken aus dem 17. und 18. Jahrhundert, das Archäologische Museum, sowie das Museum „Das Bayreuth der Wilhelmine“




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Bayreuth

Bundesland:
Bayern

Regierungsbezirk:
Oberfranken

Höhe:
340 m ü. NN

Fläche:
66,92 km²

Einwohner:
72.576

Autokennzeichen:
BT

Vorwahl:
0921 in Teilen 09201, 09209

Gemeinde-
schlüssel:

09 4 62 000



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